
Destatis stellt vorläufige Regelinsolvenzzahlen ein
Seit Januar 2026 nur noch endgültige Daten mit Verzug
Seit dem 12. Januar 2026 veröffentlicht das Statistische Bundesamt keine vorläufigen monatlichen Regelinsolvenzzahlen mehr auf Basis der Insolvenzbekanntmachungen. Die letzte Meldung zeigte für Dezember 2025 einen Anstieg von 15,2 % gegenüber Dezember 2024. Endgültige Zahlen kommen weiterhin – aber erst nach Gerichtsentscheidung, oft drei Monate nach dem eigentlichen Antrag.
Gläubiger verlieren einen wichtigen Indikator
Die vorläufigen Werte aus den Bekanntmachungen ermöglichten bisher einen raschen Eindruck vom Pleitegeschehen. Jetzt dauert es länger, bis Trends sichtbar werden – gerade wenn die Zahlen wie zuletzt steigen (Oktober 2025: +4,8 % Unternehmens- und +7,6 % Verbraucherinsolvenzen). Wer zu spät von einer Insolvenz erfährt, hat oft schlechtere Chancen, Forderungen vorab durchzusetzen oder in der Tabelle geltend zu machen.
Der Aufwand für Gläubiger steigt, denn theoretisch müssten dann
- öffentliche Insolvenzbekanntmachungen der Amtsgerichte regelmäßig durchsucht werden (täglich oder wöchentlich),
- eigene Debitoren auf anhaltende Zahlungsrückstände, Branchenrisiken (aktuell hoch in Verkehr/Lagerei mit 12,3 Fällen je 10 000 Unternehmen, Gastgewerbe 10,5, Bau 8,5) und andere Auffälligkeiten geprüft werden,
- bei Bedarf externe Bonitätsinformationen und laufende Überwachung eingesetzt werden, um Risiken früher zu erkennen.
Der bequemere Weg für Gläubiger ist es, gleich auf einen registrierten Inkassodienstleister wie uns zu setzen. Wir dürfen Forderungen prüfen, mahnen und einziehen – inklusive der dafür notwendigen Bewertung im Einzelfall. Sie können offene Posten systematisch beobachten lassen und so Ausfälle reduzieren.
Haben Sie überfällige Rechnungen bei gefährdeten Schuldnern? Dann kontaktieren Sie uns am besten gleich.







