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Nachfolgende Begriffe dienen zur Erklärung umfangreicher Inkassodienstleistungen bzw. damit in Zusammenhang stehender Begriffe.

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Wechsel

Der Wechsel ist eine Urkunde bzw. ein Wertpapier und in Deutschland im Wechselgesetz geregelt.

Durch Wechsel bestätigt der Aussteller, auch Schuldner genannt, dass der Empfänger, auch Gläubiger genannt, einen bestimmten Betrag zu einem bestimmten Zeitpunkt erhält.

Der Wechsel kann auch auf Dritte übertragen werden. Hierzu muss ein zusätzlicher Übertragungsvermerk auf die Rückseite des Wechsels erfolgen, ein sog. Indossament. Dadurch wird der Wechselüberträger zum Indossant und der Wechselempfänger fungiert als Indossatar.

Der Wechsel bedarf einiger formaler Erfordernisse, z.B:

  • Ausdrückliche Anweisung der Zahlung einer bestimmten Summe
  • Ausstellungsdatum mit Ortsangabe
  • Benennung als Wechsel
  • Fälligkeit
  • Name der Person, die den Zahlungsbetrag erhält
  • Name der Person, die zur Zahlung verpflichtet ist
  • Unterschrift des Aussteller mit Namensnennung
  • Zahlungsort

Fehlt eine dieser vorgeschriebenen Angaben, mit Ausnahme von Fälligkeit, Zahlungsort und Ausstellungsrot, gilt der Wechsel als nichtig.

Im Prozessrecht werden Ansprüche aus einem Wechsel in einer speziellen Verfahrensart verhandelt, dem sog. Urkundenprozess, auch Wechselprozess genannt. Im Wechselprozess können Ansprüche des Wechsels, jedoch nicht auf Herausgabe geklagt werden.

Durch das Verfahren im Wechselprozess erhält der Kläger die Möglichkeit, rascher in den Besitz eines Vollstreckungstitels gegen den Schuldner zu kommen. In der Klageschrift muss hierzu jedoch eine zusätzliche Erklärung enthalten sein, nämlich, dass im Wechselprozess geklagt wird. Als Beweismittel ist die Urkunde zugelassen und muss zwingend vorgelegt werden.
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